Breathe In, Breathe Out.

So einfach und doch so schwer. Heute habe ich seit langem mal wieder auf der Blogstatistik rumgestöbert und bin auf Suchbegriffe gestoßen mit denen ich nicht gerechnet hätte. Was meine bemalten Glubscher da erblickten reicht von „Nacktbilder“ bis hin zu „Hose rutscht man sieht Po“. Klar muss ich mich erst einmal aufregen. Was hat die liebe Mutti da immer zu mir gesagt: Dreimal tief ein- und ausatmen. Gesagt, getan. Und es geht schon wieder besser (nur die Gesichtsröte braucht noch ein bisschen).

Atmen – mehr als nur Luftholen.

Woher kommt also diese Atmungsenergie die so viel mehr kann als uns „selbstverständlich“ am Leben zu halten. Gute Luft, da denkt jeder an Natur, einem Ausflug ins Grüne oder einfach nur das Durchlüften der Wohnung. Aber sie kann noch mehr. Die Atmung bringt Sauerstoff zu allen Körperzellen (alle Achtung, aus dem Biologieunterricht ist doch etwas hängen geblieben – Schulterklopf) und entfernt überschüssiges Kohlendioxid und andere Abfallprodukte. Jede Körperzelle wird regeneriert. Wenn du Sauerstoffmangel hast, fühlst du dich müde, lustlos und hast keine Energie, schläfst schlecht oder wachst morgens müde auf (Nein, einfach nur Atmen hilft leider nicht bei akutem Schlafmangel, nächtelanges Durchfeiern und Alkoholexzessen).

Was ist Atmen.

Die Atmung ist die treibende Kraft für alle Körperfunktionen. Ein gesunder Mensch atmet 18 x pro Minute, 1.080 x pro Stunde und 25.920 x pro Tag. Einer Studie zufolge kann ein Mensch 3 Wochen ohne Nahrung (OMG ich schaffe nicht mal einen Tag), 3 Tage ohne Wasser, aber nur 3 Minuten ohne Luft überleben. Die Einatmung wird durch die Atemmuskulatur bewirkt. Dazu gehören das Zwerchfell, die Zwischenrippenmuskulatur und die Muskulatur von Brust und Rücken. Beim Einatmen werden die Bauchorgane durch das Zwerchfell nach unten gedrückt und beim Ausatmen steigen diese wieder nach oben. Wie eine Massage von der dein Stoffwechsel und die Verdauung profitieren. Wenn du normal atmest, also weder aufgeregt noch aus der Puste, atmest du 1/2 Liter Luft ein und aus. Dies kann sich aber auf bis zu 4,5 Liter steigern, ja nach Anstrengung (denke da gerade an meinen Putzeimer – 5 Liter Fassungsvermögen – das soll bei mir reingehen???).

Deine Psyche atmet mit.

Emotionale Ereignisse beeinflussen die Atmung. Wenn du Angst hast verflacht sich deine Atmung (dann konzentriert man sich aber sicher eher auf die kaltnassen Hände und auf Herzklopfen). Freust du dich, vertiefst sich hingegen deine Atmung. Nur durch eine richtige Atmung, die man auch trainieren kann, förderst du deine ausgelassene Stimmung und verhinderst Depressionen.

Was ein Typ.

Je nach dem welche Muskeln bei der Atmung mitspielen, unterscheidet man in zwei Typen:

· Brustatmung

· Bauchatmung

Brustatmung

Die eigentliche Arbeit geht überwiegend von den Zwischenrippenmuskeln aus. Du siehst wie sich dein Brustkorb sichtbar hebt. Ich habe aber gelesen, dass dieser Typ hauptsächlich bei Frauen vorkommt und bei Menschen nach Operationen, die eine Art „Schonatmung“ einlegen (nach OP im Bauchbereich).

Bauchatmung

Die Atemarbeit wird vom Zwerchfell verrichtet. Hier siehst du sehr gut, wie sich dein Bauch wölbt (nur weil dein Bauch immer gewölbt ist, heißt es nicht, dass du nicht atmest). Bei dieser Form atmest du ruhiger und tief, vorallem Männer, Säuglinge und Menschen nach einer OP im Brustbereich.

Mischatmung

Bei der Mischatmung werden Zwischenrippenmuskulatur und Zwerchfell gleich stark eingesetzt. Dieser Typ ist für mich besonders interessant, da er beim Sport hauptsächlich zum Einsatz kommt. Was also habe ich bei einer körperlichen Betätigung zu beachten?

Atmung und Sport.

Generell ist zu sagen, dass die Bauchatmung gesünder und sinnvoller im Sport ist, als die Brustatmung. Du atmest tiefer und versorgst damit auch den unteren Teil der Lunge mit ausreichend Sauerstoff (du kannst das üben, indem du dir ein Buch auf den Bauch legst). Die Atmung variiert natürlich auch von der Sportart die du ausübst. Aus diesem Grund gehe ich kurz auf die richtige Atmung beim Krafttraining ein (ich versuche dir auch zu helfen, indem ich bei jeder vorgestellten Übung bei der Ausführung auch die Atmung mit einbeziehe).

Beim Heben eines Gewichtes, also bei Anstrengung, atmest du tief und gleichmäßig durch den Mund aus und beim Ablassen, also bei der Entspannung, atmest du gleichmäßig wieder ein. Du solltest unbedingt die Pressatmung verhindern (kann man gut im Kurzhantelbereich beobachten wenn so Mancher wieder rot anläuft), denn bei dieser Form verschließt sich dein Kehlkopf und es baut sich ein enormer Druck im Brust und Bauchbereich auf, so dass die Durchblutung gestört wird. Wenn du also Herz-Kreislauf-Probleme hast oder verhindern möchtest, dann achte in Zukunft bewusster auf die Atmung. Wer das schaffst, der hebt mehr Gewichte, baut schneller Muskeln auf und kann sich einer besseren Leistungsfähigkeit erfreuen und darum geht es ja schließlich.

In diesem Sinne:

Nikke the Hurricane.

„Sometimes it´s okay when the only thing you did today was breathe.“

– Nikki. (the Hurricane ahaha)