Gute Zeiten, schlechte Zeiten.

Müsste ich den letzten Monaten meines Lebens rückblickend eine geeignete Bezeichnung geben, so würde ich mich für „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ entscheiden, wobei die „schlechten Zeiten“ wohl überwiegen würden. Eine von mir selbst produzierte Seifenoper, nicht im Rundfunk, dafür in meiner Realität. Leider wurde diese nicht nur von montags bis freitags im Vorabendprogramm ausgestrahlt, sondern war mein täglicher Wegbegleiter in scheinbarer Endlosschleife.

»Ich seh in dein Herz,
sehe gute Zeiten, schlechte Zeiten.
Ein Leben das neu beginnt.«

Die Rede ist nicht von Trennungsschmerz, Intrigen, Mobbing im Arbeitsleben, Machtkämpfe, Schwierigkeiten bei der Berufswahl oder gar Träume von einer Gesangskarriere (ha, das erspare ich euch lieber). Nein. Da wo letztens noch Wein und Zigaretten ihren Platz auf der Halli-Galli-Drecksau-Party gefunden haben, stehen nun eine Kanne Fencheltee, ein Vitaminpräparat und Spucktücher. Und noch einmal nein. Nicht für den Hangover danach.

Unter uns.

Seit Anfang Februar ist es raus. Wortwörtlich! Er heißt Louie und wir gehen ab sofort durch dick und dünn. Also ich durch dick und er durch dünn. Ich werde meine Schwangerschaft nicht vermissen, vielmehr feiere ich jeden Tag ohne lästige Übelkeit, Erbrechen und zahllosen Toilettengängen. Eine Schwangerschaft heißt auch immer, viele Entbehrungen auf sich zu nehmen. Dessen bin ich mir erst bewusst geworden mit Beginn der Wintersaison und damit meine ich nicht irgendeinen Winter, sondern DEN WINTER schlechthin! Hier in den Alpen folgte ein Powder Alarm dem nächsten und jeder Zentimenter Neuschnee kratzte gehörig an meinem aufgesetzten Gute-Laune-Kostüm. Zum Glück ist Fasching vorbei.

Alles was zählt.

Wir sind nun zu dritt. Eigentlich sogar zu fünft, aber Hazel und Dixon müssen ja zu Hause bleiben, während wir unsere ersten Ausflüge genießen dürfen (fairerweise muss man aber auch sagen, wenn wir auf Arbeit gehen müssen, dürfen die Beiden zu Hause bleiben, damit sind wir quitt). Nach nicht einmal drei Wochen habe ich das Gefühl, als wäre es schon immer so gewesen. Der einzige Unterschied: Fertigmachen dauert nun doppelt so lange als vorher und nach ein paar mal Schere, Stein, Papier, Schnick, Schnack, Schnuck, Fli, Fla, Flu, Ching, Chang, Chong, Klick, Klack, Kluck, was auch immer, haben wir auch endlich ermittelt, wer den Kleinen tragen oder schieben darf.

In aller Freundschaft.

Ich habe mich nun entschieden, im Guten mit meiner Schwangerschaft und der Geburt auseinanderzugehen. Das Drehbuch schreibe ich auch noch um zu „Gute Zeiten, beste Zeiten“.

Das Ergebnis ist wunderbar! Ein Mini-Me für´s Leben! Ich freue mich schon auf unsere bevorstehenden Abenteuer und auf alle diejenigen, die uns auf unserer Reise begleiten werden. Wir halten euch auf schatzmeinehoserutscht.com auf dem Laufenden!

Zur Feier des Tages darf natürlich der

Himbeer-Käse-Geburtstagskuchen

nicht fehlen. Diesmal ausnahmsweise mit ein paar mehr Kohlenhydraten als normal (ich glaube der Kuchen geht trotzdem noch als Low Carb durch), da ich während meiner Stillzeit keine Diät machen darf.

Zutaten:

  • 500 g Topfen/ Quark 20 % F.i.T
  • 500 g Magertopfen/ Magerquark
  • 150 g Apfelmark (z. B. von Alnatura)
  • 100 g Xylitol (wahlweise auch Stevia, Honig in Bio-Qualität)
  • 3 Eier (bevorzugt groß aus Freilandhaltung)
  • 1 Pkg. Weinstein-Backpulver
  • 30 g Maisstärke
  • 5 EL Grieß (kann auch weggelassen werden)
  • Vanille gemahlen
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 600 g frische Himbeeren
  • Bio-Kokosöl (Virgin Coconut Oil)
  • 6 Blatt Gelatine

Zubereitung:

Zuallererst die Zitronenschale abreiben und mit allen Zutaten bis auf den Topfen, die Himbeeren und das Kokosöl, gut verrühren, bis die Masse leicht schaumig ist.

Dann den Topfen/Quark dazugeben und ebenfalls gut verrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind.

Die Masse in eine mit Kokosöl gefettete Backform geben, glattstreichen und für 60-70 min bei 175°C Ober-Unterhitze in den vorgeheizten Backofen geben.

Für das Topping drei Viertel der Himbeeren in den Mixer geben mit dem Saft einer halben Zitrone und etwas Süße (1-2 EL Honig) pürieren. In der Zwischenzeit die 6 Blatt Gelatine in 5 min in etwas Wasser aufweichen und anschließend abgetropft auf dem Herd erhitzen. Die flüssige Gelatine in die pürierte Masse geben und noch einmal gut mixen. Im Anschluss einfach auf den fertigen Käsekuchen geben und mit den restlichen Himbeeren dekorieren.

In diesem Sinne:

»Happy Birthday Louie!«

Handschrift klein