Sei es im Hausflur, im Lieblingslokal oder auf dem Gehweg: Kinderwagen versperren den Weg und rücksichtslose „Muttertiere“ erdreisten sich alles nach Belieben vollzustellen. Und ihre Bälger selbst: laut, nervig, unerzogen.

»Herzlich Willkommen in meiner „neuen“ Welt!«

Bevor ich Mama geworden bin, hatte ich selbst so manche hasserfüllte Begegnung mit dieser Art und mir immer geschworen, wenn ich einmal Mutter bin, werde auch ich mich mit meinem Kinderwagen in jeden Gang jedes erdenklichen Modegeschäfts stellen und mit einer Selbstverständlichkeit mein Revier markieren! Spätestens zu diesem Zeitpunkt meldet sich mein Gewissen …

»Man soll nicht Gleiches mit Gleichem vergelten.«

Gesagt. Getan. Um mich von den Herde der Muttertiere im positivem Sinne zu distanzieren, versuche ich mich in den Otto-Normal-Menschen (der ich ja gerade eben auch noch war) hineinzudenken und nicht zur allgemeinen Zielscheibe durch klischeehaftes Tun und Lassen zu werden:

Keine kitschigen Baby-Profil-Fotos auf Whatsapp, kein nervig schreiendes Baby in der Warteschlange an der Kasse (es sollte einen Welt-Schnuller-Tag geben!), kein aufgeregtes „Dutzidutzidu“ im öffentlichen Nahverkehr, um den Kinderwagen nach nur einer Station durch den überfüllten Bus wieder nach draußen zu bringen, keine zugestellten Gänge im Einzelhandel, um sich mit anderen Müttern über den neuesten Windel-Tratsch zu unterhalten, kein Mutter-Kind-Frühstück beim Ruetz um die Ecke (alle Innsbrucker wissen wo ich meine), den Gehweg nicht nur für Parkourläufer begehbar machen und den Versuch auch andere Gesprächsthemen als das eigene Kind beim Small-Talk aufzugreifen.

Ich denke, dass nennt man Integration frisch gebackener Mütter in unsere immer bunter werdende Gesellschaft.

»Wer etwas sagt oder die Augen verdreht, wird umgehend mit Blicken getötet.«

Integration hin oder her, leider sehe ich das Problem nicht (nur) bei mir oder meinem sperrigen Kinderwagen, sondern bei den Menschen, die scheinbar noch nie etwas von Nächstenliebe gehört haben.

Ein ganz normaler Tag:

Ich gehe mit meinem Kinderwagen in die Stadt und passiere dabei mehrere Fußgängerüberwege, die man meiner Meinung nach auch Haltestelle nennen könnte, da ich dort vermeintlich darauf warte hinüber gelassen zu werden. Stattdessen bekomme ich einen Handgruß nach dem anderen, bei dem sich die Autofahrer für mein Stehenbleiben bedanken. Immerhin, ein wenig Anstand ist noch vorhanden. Später führt mich dann eine Treppe zur Behörde für Aufenthaltsangelegenheiten. Doch nicht die Treppe ist mein Problem, sondern drei gut gebauten Männer, die am Eingang auf ihr Handy starren, in der Hoffnung, dass ich ihre Anwesenheit nicht wahrnehme, um mir den Kinderwagen die Treppe rauf und runter zu tragen. Wo sind denn die helfenden Hände, mit denen immer und überall geprahlt wird? Auch zum Mittagessen wird sich niemand finden, der mir die Tür vom Lokal aufhält und im Kaufhaus den Vortritt für den Fahrstuhl überlässt.

»Saisonbedingte Nächstenliebe ist die schlimmste Oster-Deko!«

Zu Weihnachten und Ostern hingegen wird man von Fremden fast über die Straße getragen und zu Mittag mit dem Löffel gefüttert. Vielleicht hätte es mehr Eltern geben sollen, die ihren Kindern statt einem Gameboy ein Benimmbuch von Knigge geschenkt hätten. Ein gutes Benehmen und ein guter Umgang mit Menschen ist schließlich etwas für das ganze Jahr und besonders für diejenigen geeignet, die ohnehin alles für das Karma machen. Was ich eigentlich damit sagen will:

Egal ob ihr einem Muttertier, Kukidentler, E-Card-Urlauber oder einfach nur Otto-Normal-Mensch im Alltag begegnet: Seid selbstlos und bietet eure helfende Hand an! Wenn es euch andere nicht danken, tut es wenigstens für euch selbst! In Zeiten, in denen Germany´s next Topmodel für so manches verlorene Selbstwertgefühl verantwortlich ist, zählt jede selbstlose Tat mehr denn je.

Jetzt seid ihr gefragt!
Wann habt ihr das letzte Mal anderen Menschen geholfen oder Gutes getan ohne selbst einen Vorteil daraus zu ziehen? Was genau habt ihr gemacht? Ich freue mich über Post von euch!

Salzburg

Das Osterwochenende steht kurz bevor und wir lassen uns natürlich nicht die Laune von so viel Rücksichtslosigkeit verderben. Ein paar Impressionen möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten und kann euch Salzburg für einen kurzen Städtetrip wärmstens empfehlen! Auf dem Rückweg haben wir den Sonnenuntergang am Chiemsee eingeholt …

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Low-Carb Birnen-Tarte zu Ostern

Zu Ostern soll ein Kuchen nicht fehlen und darum gibt es diesmal eine Low Carb Birnen-Tarte zum Nachbacken.

Zutaten:

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  • Eine gefettete Kuchen-Springform
  • 300 g Xylit/ Birkenzucker in Bio-Qualität
  • 6 Bio-Birnen
  • 250 g Butter
  • 250 ml Mandelmilch
  • 2 Eier
  • 150 ml Sauerrahm
  • 100 g gemahlenen Mandeln
  • 100 g gemahlenen Haselnüsse
  • 200 g Kokosmehl (z.B. von Alnatura)
  • 25 g Kakaopulver in Bio-Qualität
  • 1 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • Zimt

Topping:

  • geschlagene Sahne und/oder
  • Warme Birnen-Sauce mit Kokosöl (zusätzlich 3 Birnen)

Zubereitung:

Den Backofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen, die Kuchen-Springform leicht buttern und mit Alufolie abdichten.

Ein wenig Birkenzucker auf einen Teller geben, die Birnen halbieren und mit der Schnittseite in den Zucker drücken.

Anschließend ein wenig Kokos-Öl in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze die Birnenhälften für 5 Minuten goldbraun anbraten.

Die Birnenhälften nun mit der Schnittseite nach unten auf den Boden der Springform geben.

20 g der Butter in der gleichen Pfanne mit 30 g Birkenzucker für eine Minute erwärmen und über die Birnenhälften in der Springform geben.

Die Mandelmilch und die restliche Butter in der gleichen Pfanne bei hoher Hitze erwärmen und zu alle restlichen Zutaten in eine Schüssel geben und untermischen. Die Masse anschließend über die Birnen in der Springform gießen und gleichmäßig verteilen.

Im Ofen wird der Kuchen für 1 1/2 Stunden bei 160°C Ober-/Unterhitze gebacken und im Anschluss 15 Minuten abgekühlt. In der Zwischenzeit kann die Sahne aufgeschlagen werden oder die restlichen drei Birnen in kleine Stücke geschnitten und in Kokos-Öl erhitzt werden für das Topping.

Den abgekühlten Kuchen auf einen Teller stürzen und mit Schlagsahne und/oder Birnen-Sauce servieren! Et voilà!

In diesem Sinne:

„Irgendwie ist jeder Tag wie Ostern. Wir sind doch immer auf der Suche nach irgendwas.“

Handschrift klein

 

 

PS: Seid ihr auch auf INSTAGRAM? Dann schaut doch mal vorbei und sagt „Hallo“. Ich würde mich sehr freuen!

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