Mombies irren verwirrt mit dunklen Augenringen am frühen Morgen durch die Stadt, die von gefühlt tausend kitschig bunten Chinesen gepflastert ist. Man könnte meinen, der Frühling hält Einzug in der Hauptstadt. Wenn da nicht diese verräterischen Magnolienbäume wären, die Innsbruck aus ihrer Winterdepression holen. Nach einem Hindernislauf vorbei an unzähligen Selfie-Sticks schreit meine Fitness-App „Automatische Workout-Erkennung“ und ich erfreue mich an meinem Morgensport, der natürlich so nicht eingeplant war.

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»Mombies?«

Meinem Sohn brauche ich gar keine FSK 18 Filme zeigen, denn die grausame Realität holt ihn jeden Tag ein. Spätestens mit meinem Blick in den Spiegel. Mombies?

Während Smombies in aller Munde sind und ein zu erwartendes Resultat unseres digitalen Fortschritts sind, existieren die Mombies schon lange vor deren Zeit. Mütter, die durch den ständigen Blick in ihren Kinderwagen so stark abgelenkt sind, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen. Und falls sie doch etwas sehen, dann nur mit grauen Schatten unter den Augen. Zombie-Mütter. Jeder kennt sie. Jeder hat sie schon einmal gesehen. Doch keiner spricht über sie, da sie schon längst Teil unserer durch digitale Technologien geprägte Gesellschaft sind und unbemerkt darin untergehen. Traurig aber wahr.

»Gibt es noch Hoffnung für Mütter und Väter mit schlaflosen Kindern?«

Ich habe von Eltern gehört, die nachts mit ihrem schreienden Nachwuchs stundenlang im Auto umherfahren, bei Dunkelheit ellenlange Spaziergänge am Inn unternehmen, nur um ihren Bälgern ein paar Minuten Schlaf zu ermöglichen. Wie aufopferungsvoll! Diesen Eltern gebührt wirklich ein Oscar für ihre Filmrollen als Mombies und Vombies in

»The Walking Depp.«

Aber mal im Ernst: Für alles gibt es irgendwelche Gruppen. Für Junggesellen mit Freude an der Bewegung gibt es Crossfit, für Sonntage ohne Sonne gibt es Sonntags-Cafés als Treffpunkt für Familien und Freunde. Warum gibt es nicht auch Eltern-Kind-Treffs nachts um 1 Uhr beim Spielplatz um die Ecke oder Laufgemeinschaften mit Kinderwagen, wenn früh um 3 Uhr mal wieder die Windel schief sitzt?

Jetzt seid ihr gefragt!
Habt ihr ganz persönliche Tipps und Tricks auf Lager, wenn eure Kinder mal wieder nicht schlafen wollen? Ich würde mich sehr freuen, wenn der ein oder andere seine Gedanken und Erfahrungen unter diesem Beitrag teilen würde … und falls nicht, freue mich über private Post von euch!

Überleben in der Mombieapokalypse

Keine Angst! Alle werdenden Eltern kann ich beruhigen: Mombies sind nicht ansteckend! Ich gehöre zum Beispiel zu den wenigen Glücklichen, deren Baby gleich mal die halbe Nacht durchschläft und höchstens zum Trinken einmal wach wird. Damit gehören wir auch zu den wenigen, die in der Nacht so viel Energie sammeln können, dass es am Tag sogar für eine Wanderung ausreicht. Wie zum Beispiel vergangene Woche zur Umbrüggler Alm auf 1.123 Metern Seehöhe an der Nordkette. Mit einer Stunde Umweg (ich glaube man nennt es auch Verlaufen), bin ich mit Louie glücklicherweise noch zu den Öffnungszeiten eingetroffen. Wir mussten dann aber unglücklicherweise feststellen, das alle Sitzgelegenheiten bereits von unzähligen Kukidentlern und Ruheständlern besetzt waren. Als Tipp also für alle Urlauber und frisch gebackene Mamas: Auch am späten Nachmittag gibt es noch guten Kaffee und Kuchen!

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Low-Carb Strammer Max

Wer dennoch etwas mehr Energie braucht nach einer schlaflosen Nacht, dem kann ich nur wärmstens diese traditionelle Hausmannskost empfehlen: Strammer Max, natürlich mit selbstgemachtem Low-Carb-Brot. Super einfach und super schnell zubereitet!

Zutaten:

Für das Low-Carb-Brot (am Abend vorher vorbereiten):

  • 180 g gemahlener Leinsamen (Hell, dunkel oder gemischt)
  • 80 g gemahlene Mandeln (Weiße oder ungeschälte)
  • 3 TL Backpulver
  • Ursalz
  • 1 TL Brotgewürz
  • 4 Eier (Größe L)
  • Olivenöl, Leinsamen und Sonnenblumenkerne für die Kasten-Backform

Für das Topping (2 Personen):

  • 4 Eier
  • 100 g Schinken nach Wahl
  • Salz, Pfeffer, Schwarzkümmel zum Würzen
  • Gartenkresse

Zubereitung:

Das Backrohr auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Alle Zutaten für das Brot in einer Schüssel zu einem zähen Teig vermischen und in die mit Olivenöl gefettete Kastenform geben. Für 50 Minuten in den Backofen geben und das Brot im Anschluss abkühlen lassen.

Für den „Strammer Max“ das Brot aufschneiden und eine Pfanne mit Öl bei geringer Hitze vorbereiten. Den Schinken anbraten und auf das Brot geben, genauso wie die fertigen Spiegeleier.

Der Strammer Max ist servierfertig mit Gartenkresse nach dem Würzen mit Salz, Pfeffer und Schwarzkümmel. Guten Appetit!

In diesem Sinne:

Fruehlingsgefuehle

»Frühlingsgefühle. Endlich. Überall!«

Handschrift klein