Kaffee ohje. Es ist Sonntag und ich sitze immer noch auf dem Balkon (danke der Nachfrage, aber die Kopfschmerzen sind noch da). Und wie ich da so sitze und mir die Sonne auf den Rücken scheint, blicke ich durch einen schmalen Ritz vom Balkon Richtung Erdgeschoss des Nachbarhauses (keine Angst, Stalking ist kein Hobby von mir). Meine Nachbarn sitzen wie Winnetou und Old Shatterhand um den Aschenbecher und ein paar Rauchzeichen verlassen den Grund des Erdgeschosses bis zu mir in die vierte Etage. Später stößt noch der Hund (in diesem Fall nenne ich ihn mal wie Winnetous Pferd) Iltschi dazu und versucht Herrchen zum Spielen zu animieren.

Es dauert nicht lange und die Nachbarn haben meine Aufmerksamkeit wieder.

Frau Nachbarin hat das „Lagerfeuer“ ausgemacht und dafür aufgeschnittenes Brot, Käse, Wurst und Kaffee aufgedeckt. Herr Nachbar ist immer noch mit Iltschi dem Hund beschäftigt bis dieser komplett durchdreht (nicht umsonst hat Karl May den Namen „Iltschi“ mit Wind übersetzt), auf den Tisch springt und alle Kaffeetassen abräumt.

Mit der Reaktion von Frau Nachbarin hatte ich nicht gerechnet. Sie nimmt die zweidaumenbreiten Weißbrotscheiben und verteilt diese auf dem gesamten Tisch zum Kaffeeaufsaugen, zu faul um aufzustehen und einen Lappen zu holen. Absolut begeistert schaue ich vom Balkon herab, wie saugfähig Brot doch sein kann (auch eine Art auf Brot zu verzichten – very low carb).

„Faulheit macht offensichtlich erfinderisch …“

Mehr als nur saugfähig.

Den heutigen Artikel möchte ich meinem Lieblingsgetränk widmen: Kaffee. Möglichst schwarz, ohne Zucker und ohne Kuh. Ob im Büro oder beim Sport, er passt einfach zu jeder Gelegenheit (schade das er kein Mann ist). Doch was kann er eigentlich alles?

Das enthaltene Koffein hat eine anregende Wirkung auf die Psyche, die Antrieb sowie Konzentration steigert und Müdigkeitserscheinungen beseitigt (die perfekte Bürodroge). Gehört man eher zu den „Wenig-Kaffee-Trinkern“ erhält man lediglich eine Wirkung auf den eigenen Antrieb und die Stimmung. Die „Exzessive-Kaffeetrinker-Fraktion“ regen hingegen ihr Atemzentrum und den Kreislauf an. Wer Sport treibt und besonders am Muskelaufbau interessiert ist, sollte sich in der Mitte beider Trinkgewohnheiten einfinden.

Sex, Drugs & Rock`n Roll just COFFEE for me, thanks!

Weniger ist mehr. Da Koffein so viele Wirkungsweisen hat, gibt es von mir eine kurze Zusammenfassung (wer jetzt schon gähnen sollte, kann die Kaffeemaschine schon mal anschmeißen, ich nehme auch einen):

  • das Zentralnervensystem wird angeregt
  • die Herztätigkeit wird gesteigert (and my heart goes BOOM)
  • der Puls und Blutdruck werden erhöht
  • körperliches Leistungsvermögen beim Sport wird verbessert
  • verdauungsfördernd (durch die Bitterstoffe)
  • erhöht die Aufmerksamkeit
  • die Stimmung kann verbessert werden
  • wirkt gut gegen Kopfschmerzen
  • kann die Wirkung von Schmerzmitteln verstärken
  • Kaffee enthält zahlreiche Antioxidantien, die als Radikalfänger wirksam sind und somit vorbeugend gegen Krankheiten wirken

Kaffee ganz schön sportlich.

Ja, Kaffee ist sportlicher als man denkt (da wären wir wieder bei: schade das er kein Mann ist). 1 bis 2 Tassen Kaffee vorm Sport steigern die Konzentration und Muskelleistung, Ausdauer (angeblich um 3 %) und eine verspätete Muskelerschöpfung. Dementsprechend zeigt Koffein die beste Wirkung bei Sportarten, die länger und kontinuierlicher ausgeübt werden, wie etwa Radfahren, Joggen, etc. Viele Sportler trinken deshalb während eines Wettkampfes oder bereits beim Training Kaffee. Ausdauersportler sollten allerdings sehr aufpassen, denn bei extrem warmen und feuchten Bedingungen kann es sehr schnell zu einer Dehydration kommen.

Got Coffee?

Coffee Kenwood (Schleichwerbung)

Als kleiner Tipp: den Kaffee auch gerne mal mit einem Schluck Sahne genießen (auch Kuh, aber eine fette und Fette dürfen wir ja) die schützt die Magenschleimhaut!

In diesem Sinne:

„KEEP CALM and DRINK COFFEE!“

-Nikki.